Ausstellungseröffnung „Human und menschlich…? Die regulierte Vertreibung der Sudetendeutschen“
Acht Jahrzehnte nach der Vertreibung eröffnet das Sudetendeutsche Museum seine neue Sonderausstellung „Human und menschlich…? – Die regulierte Vertreibung der Sudetendeutschen“. Zwischen Januar und November 1946 wurden über zwei Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei zwangsausgesiedelt. Die Ausstellung beleuchtet eines der einschneidendsten Kapitel der europäischen Nachkriegsgeschichte und lädt dazu ein, sich mit Vorbereitung, Verlauf und Folgen der Vertreibung auseinanderzusetzen.
Der Ausstellungstitel greift die Worte des tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš auf, wonach die Vertreibung nach den Beschlüssen der alliierten Siegermächte „human und menschlich“ verlaufen sollte, und stellt diese Aussage bewusst in Frage.
Die Vernissage findet am Freitag, 17. Juli 2026, um 19:00 Uhr im Adalbert-Stifter-Saal des Sudetendeutschen Hauses in München statt. Nach der Begrüßung durch Museumsdirektor Dott. Stefan Planker sprechen der Vorstandsvorsitzende der Sudetendeutschen Stiftung Dr. Ortfried Kotzian, der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Dr. h. c. Bernd Posselt, MdEP a. D., die Aussiedler- und Vertriebenenbeauftragte Dr. Petra Loibl, MdL, sowie der Präsident des Bundes der Vertriebenen Stephan Mayer, MdB. In die Ausstellung führen die Kuratoren Dr. Raimund Paleczek und Eva Haupt M.A. ein. Die musikalische Begleitung übernehmen Senta Kraemer an der Violine und Theo Palm am Klavier.
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