Bastion der Corneliusbrücke: Denkmal für König Ludwig II enthüllt

Das Baureferat (Gartenbau) hat die „romantische Ruine“ mit dem Denkmal von König Ludwig II. auf der Bastion der Corneliusbrücke fertiggestellt, pünktlich zur Einweihung am morgigen Samstag, 13. Juni, durch den Ludwig II. Denkmal e. V., der dieses Projekt initiiert und finanziert hat.

Der Bauausschuss des Stadtrats hatte im März 2025 die Ausführungsgenehmigung erteilt. Die Stadt hat für die Realisierung eine private Zuwendung in Höhe von 225.660 Euro von den Initiatoren erhalten.

Oberbürgermeister Dominik Krause: „Der Märchenkönig Ludwig II. ist eine der schillerndsten Figuren in der Geschichte unserer Stadt. Ich freue mich sehr, dass das Ludwig-Denkmal an seinen angestammten Platz auf der Corneliusbrücke zurückkehrt. Dieses Projekt ist eine Hommage an König Ludwig II., der nach wie vor Menschen weit über München hinaus fasziniert. Das Denkmal wird viele Münchner*innen anziehen, aber auch in Reiseführern einen festen Platz finden. Allen Beteiligten, ganz besonders Dietmar Holzapfel und seinen Mitstreiter*innen, gilt mein herzlicher Dank.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „München hat viele Denkmäler bayerischer Monarchen, um deren Pflege und Erhalt sich das Baureferat kümmert. In Form der neuen romantischen Ruine auf der Corneliusbrücke ist nun ein früherer Denkmalort für Ludwig II. neu gefasst worden. Mithilfe der privaten Zuwendungsmittel konnten wir im Rahmen dieses Projekts einen Mehrwert für alle Isar-Nutzer*innen schaffen, ob ‚Kini‘-Fans oder nicht. Die Bastion der Corneliusbrücke als belebter Treffpunkt an der Isar hat im Zuge des Projekts eine deutliche Aufwertung der Aufenthaltsqualität erfahren. Hierfür gilt mein ausdrücklicher Dank den Initiatoren des Vereins Ludwig II. Denkmal e.V.“

Dietmar Holzapfel, Vorstandsvorsitzender des Vereins Ludwig II. Denkmal e.V.: „Ein Kampf um dieses Denkmal, der vor zwölf Jahren begann, kommt zu einem glücklichen Ende. Dank vieler kleiner und großer Spender und der Unterstützung sehr engagierter Vereinsmitglieder konnten wir uns als Bürger einbringen. Möge die Bevölkerung dieses Kleinod zurückerobern, damit nicht weiterhin Vandalen den Ort zerstören. Um möglichst viele Bürger*innen an diesen Ort zu locken, werden tags drauf ‚The Stars‘- Best of Rolling Stones auf der Corneliusbrücke rocken!“ Kommen Sie in Scharen!“

Der Entwurf der vereinfachten romantischen Ruine orientiert sich an der ursprünglichen Aufstellung einer Bronzeplastik des bayerischen Märchenkönigs zu Beginn des 20. Jahrhunderts an diesem Ort, die im Jahr 1942 durch die Nationalsozialisten entfernt und als sogenannte „Metallspende des Deutschen Volkes“ zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurde.
Von 1973 bis zum Abbau 2021 befand sich eine Natursteinstele mit einer Kopie des Bronzekopfs der Originalstatue auf der Bastion der Corneliusbrücke. Für die Umsetzung der romantischen Ruine hat das Baureferat eingelagerte Natursteinelemente des ursprünglichen Denkmals von 1910 verwendet. Eine Büste (mit angeschnittenem Oberkörper) wurde als Nachbildung der ehemaligen, über drei Meter hohen Bronzestatue König Ludwigs II. angefertigt und auf einer Säule befestigt. Diese wurde auf dem Originalsockelstein der Skulptur mit der Inschrift Ludwig II. König v. Bayern auf der bestehenden Rasenfläche platziert.
Der Sockelstein, der circa fünf Tonnen wiegt, steht nun umsäumt von wilden Rosen, weiteren Steinfragmenten und Sitzelementen mit Blick auf die Isar auf der Rasenfläche. Die Stützwand, die das Brückenniveau von der Ebene der Bastion trennt, ist mit wildem Wein berankt. Davor hat das Baureferat drei Sitzbänke mit Rückenlehnen aufgestellt. Die bestehende Gestaltung der Freifläche und die Pappeln sind erhalten geblieben. Im Zuge des Projekts hat das Baureferat auch das Mauerwerk der Bastion an der Corneliusbrücke ausgebessert.

Enthüllung des Ludwig II Denkmals am 13. Juni 2026

 

Enthüllung des Denkmals für König Ludwig II. von Bayern
Enthüllung des Denkmals für König Ludwig II. von Bayern (Ministerpräsident Dr. Markus Söder, 2. BM Verena Dietl, Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer und Dietmar Holzapfel)

 

Rede von Ministerpräsident Dr. Markus Söder

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