Gärtnerplatztheater | Spielzeitpremiere von »Die Dreigroschenoper«
Ab dem 10. Juni wird »Die Dreigroschenoper« von Berthold Brecht und der Musik von Kurt Weill mit vier Vorstellungen wieder im Staatstheater am Gärtnerplatz zu sehen sein. Der zeitlose Klassiker wurde von Josef E. Köpplinger als packende konzertante Aufführung in Szene gesetzt.
Zum Inhalt:
Der »ehrenwerte Geschäftsmann« Jonathan Jeremiah Peachum, das Oberhaupt der Londoner Bettlermafia, und sein Gegenspieler, der als Mackie Messer bekannte Schwerverbrecher Macheath, sind erbitterte Rivalen. Da Letzterer jedoch gute Beziehungen zu Polizeichef Brown unterhält, können er und seine Männer im Londoner Stadtteil Soho weitgehend unbehelligt ihren krummen Geschäften nachgehen. Doch auch zu Peachums Tochter Polly hat Macheath ein enges Verhältnis. Als er und Polly schließlich heimlich heiraten und Peachum davon erfährt, spitzt sich der Konflikt zwischen den beiden Kontrahenten weiter zu. Wer innerhalb dieses vielschichtigen Vexierspiels der Gute und wer der Böse ist, bleibt dabei weitestgehend ungeklärt.
»Sie werden jetzt eine Oper hören. Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie ›Die Dreigroschenoper‹«. Mit diesen Worten umriss Bertolt Brecht sein am 31. August 1928 im Berliner Theater am Schiffbauerdamm uraufgeführtes Stück. Darin rechneten Brecht und der Komponist Kurt Weill schonungslos mit der Scheinheiligkeit bürgerlicher Moralvorstellungen ab. Viele von Weills Musikstücken, in denen Elemente aus Jazz, Tango, Blues und Jahrmarkts-Musik gekonnt mit ironischen Seitenhieben auf die Traditionen von Oper und Operette verbunden sind, wurden binnen kürzester Zeit zu Welthits, darunter das berühmte »Lied der Seeräuber-Jenny« oder die »Moritat von Mackie Messer«.
»Die Dreigroschenoper«
Ein Stück mit Musik
Musik von Kurt Weill
In einem Vorspiel und acht Bildern von Bertolt Brecht
Nach John Gays »The Beggar’s Opera«
Übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann
Verbindende Texte für eine konzertante Fassung der kritischen Kurt-Weill-Edition (2000), zusammengestellt von Stephen Hinton
Konzertante Aufführung
Musikalische Leitung: Eduardo Browne I Staging: Josef E. Köpplinger
Besetzung:
Jonathan Jeremiah Peachum: Erwin Windegger
Celia Peachum: Dagmar Hellberg
Polly Peachum: Anna Overbeck
Macheath: Daniel Prohaska
»Tiger« Brown: Alexander Franzen
Lucy: Laura Schneiderhan
Trauerweiden-Walter: Christian Schleinzer
Hakenfinger-Jakob: Holger Ohlmann
Ede, Smith: Alexander Paul Findewirth
Säge-Robert: Frank Berg
Jimmy: Juan Carlos Falcón
Spelunken-Jenny: Brigitte Hobmeier
Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Spielzeitpremiere: 10. Juni 2026 um 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
14. Juni um 14.00 Uhr und 18.00 Uhr I 4. Juli um 19.30 Uhr
Altersempfehlung ab 13 Jahren
Preise: 10 bis 59 Euro
Tickets unter Tel 089 2185 1960 oder www.gaertnerplatztheater.de.
Bild: Nadine Zeintl (Polly Peachum), Christoph Filler (»Tiger« Brown, Polizeichef von London)
© Marie-Laure Briane



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