Olympia Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044 der Landeshauptstadt München
München möchte sich für die Olympischen Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 bewerben!
Dazu sollen die Münchnerinnen und Münchner am 26. Oktober in einem Bürgerentscheid abstimmen, doch das ist nur noch eine Abfrage, ob die Münchner Bevölkerung auch hinter dem Beschluss des Stadtrats steht. Wie wir von einem Stadtrats-Mitglied erfahren haben, spricht sich der größte Teil des Stadtrats für eine Olympia-Bewerbung aus.
Das Referat für Bildung und Sport hat in der gesamten Stadt Plakate aufstellen lassen, auf dem Sie die Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, mit „JA“ zu stimmen, auch mit dem Wahlunterlagen aus dem KVR wurden Werbeflyer und sogar ein Brief des Oberbürgermeisters verschickt, indem für ein Ja zur Olympiabewerbung beworben wird.
Auch letzte Woche war bei „Jetzt red i“ des Bayerischen Rundfunks (BR) Markus Söder geladen, um Fragen aus dem Publikum zu beantworten; die gestellten Fragen wurde alle 2 Tage vorher abgesprochen – also NIX spontan – dabei wurden auch Fragen bzgl. der Olympiabewerbung gestellt; eine davon kam in der Sendung dran und wurde aber als es tiefer zu gehen schien, vom Moderator abgewürgt! Soviel zur Demokratie und Meinungsfreiheit beim Öffentlich Rechtlichen Rundfunk.
Hier zitieren wir die Meldung aus dem BR24 vom 17. September 2025:
Warum gibt es einen Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung?
Der Münchner Stadtrat hat sich Ende Mai für eine Olympiabewerbung ausgesprochen. Im Sinne einer „möglichst transparenten Kommunikation und umfassenden Einbeziehung der Bevölkerung“ knüpft die Stadt die Bewerbung aber an das Ergebnis eines Bürgerentscheids. Der Grund: Ohne Unterstützung in der Bevölkerung würden einem Bewerber ohnehin kaum Chancen beim IOC eingeräumt.
Über welche Frage wird entschieden?
Die Münchnerinnen und Münchner stimmen über folgende konkrete Frage ab: „Sind Sie dafür, dass sich die Landeshauptstadt München um Olympische und Paralympische Spiele bewirbt, die entweder im Jahr 2036, 2040 oder 2044 stattfinden?“ Angekreuzt werden kann entweder Ja oder Nein.
Wer unterstützt die Bewerbung, wer nicht?
Stadt und Staatsregierung stehen hinter der Bewerbung und werben bei der Bevölkerung mit dem Versprechen, „nachhaltige Spiele“ austragen zu wollen. Zum Beispiel sollen bereits bestehende Sportstätten wie der Olympiapark genutzt werden. Die Stadt verspricht sich einen Schub beim Ausbau der Infrastruktur – etwa bei Verkehr und Wohnen.
Wer darf abstimmen?
Berechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 18, die seit mindestens zwei Monaten in München gemeldet sind. Sie müssen entweder die deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines anderen EU-Mitgliedslands haben.
Die Überschrift bei der Meldung des BR24 lautet: OlympiJA oder NOlympia, doch das Bündnis „NOlympia“ kommt nur sehr kurz zu Wort:
Gegen eine Bewerbung argumentiert das Bündnis „NOlympia“, in dem sich unter anderem die ödp, der Bund Naturschutz und Teile der Grünen zusammengeschlossen haben. Sie warnen davor, dass die Lebenshaltungskosten und Mieten in München dramatisch steigen würden. Außerdem halten sie es für nicht ausgemacht, dass die Spiele tatsächlich nachhaltig ausgetragen werden können.
Wie wir in Erfahrung bringen konnten, hat die Stadt noch nicht mal alle Flächen für das Olympische Dorf in Daglfing (auf denen derzeit noch Gemüse angebaut wird) erworben, könnte es passieren, daß die Bauern enteignet werden?
Eine Bewerbung für die Olympischen Spiele bringt vieleicht schon einen Gewinn, aber bestimmt keinen. Mehrwert für die Münchner Bevölkerung, genau so wenig, wie die Hochhäuser an der Paketposthalle bezahlbaren Wohnraum schaffen.
Foto: Von Richard Huber – Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4169015



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